Wilhelm Busch

An den alten Bäumen hämmert der Specht am meisten.

Aus faulen Eiern werden keine Küken.

Bemüh‘ Dich nur und sei hübsch froh, der Ärger kommt schon sowieso.

Das Feinste fällt durchs Sieb.

Der Beste muss mitunter lügen, zuweilen tut er’s mit Vergnügen.

Drei Wochen war der Frosch so krank! Jetzt raucht er wieder, Gott sei Dank!

Dummheit ist auch eine natürliche Begabung.

Dummheit, die man bei anderen sieht, wirkt meist erhebend auf’s Gemüt.

Ein Haar in der Suppe missfällt uns sehr, selbst, wenn es vom Haupt der Geliebten wär‘.

Ein Onkel, der Gutes mitbringt, ist besser als eine Tante, die bloß Klavier spielt.

Er wäre was, wenn er was hätte.

Erfüllte Wünsche kriegen Junge, viele wie die Säue.

Ist drum schlecht die Welt, weil sie Dir nicht gefällt?

Kalte Füße sind lästig, besonders die eigenen.

Man kann sein Geld nicht schlechter anlegen als in ungezogenen Kindern.

Mancher ertrinkt lieber, als dass er um Hilfe ruft.

Mitunter sitzt die ganze Seele in eines Zahnes dunkler Höhle.

Nur immer fix – sonst kriegste nix.

Schwäche ist misstrauisch.

Stets findet Überraschung statt, da, wo man’s nicht erwartet hat.

Vergebens predigt Salomo, die Leute machen’s doch nicht so.

Was man besonders gerne tut, ist selten ganz besonders gut.

Wenn man es nur versucht, so geht’s. Das heißt: mitunter, doch nicht stets.

Wer anders glaubt, ist schlecht; wer anders denkt, ist dumm.

Wie klein ist das, was einer ist, wenn man’s mit seinem Dünkel misst.

Wir mögen’s keinem gerne gönnen, dass er was kann, was wir nicht können.

Wo man am meisten drauf erpicht, grad das bekommt man meistens nicht.

Zu viel und zu wenig Vertrauen sind Nachbarskinder.

Wer zusieht, sieht mehr, als wer mitspielt.

<<< back