Oscar Wilde

Auf seine eigene Art zu denken, ist nicht selbstsüchtig. Wer nicht auf seine Art denkt, denkt überhaupt nicht.

Das Buch der Bücher beginnt mit einem Mann und einer Frau in einem Garten und schließt mit Offenbarungen.

Der Kultivierte bedauert nie einen Genuss. Der Unkultivierte weiß überhaupt nicht, was ein Genuss ist.

Die Gesellschaft ist bereit, dem Verbrecher zu verzeihen, dem Träumer nicht.

Die Zigarette ist das vollendete Urbild des Genusses: Sie ist köstlich und lässt uns unbefriedigt. Was ist noch mehr zu verlangen?

Ehrgeiz ist die letzte Zuflucht des Misserfolges.

Es gibt nur eine Unannehmlichkeit, die peinlicher ist, als in aller Munde zu sein: nicht in aller Munde zu sein.

Es ist so leicht, andere, und so schwer, sich selber zu bekehren.

Geheimnisse sind immer größer als ihre Offenbarungen.

Ich kann alles glauben, vorausgesetzt, dass es unglaublich ist.

Ideale sind gefährlich. Tatsachen verwunden, aber sie sind gütiger.

In unserem Zeitalter sind nur unnötige Dinge unbedingt nötig.

Kleinigkeiten machen immer die größte Mühe.

Man muss etwas wirklich ernst nehmen, wenn man irgendein Vergnügen am Leben genießen will.

Mäßigung ist tödlich. Nur Überschwang führt zu Erfolg.

Mit dem guten Geschmack ist es ganz einfach: Man nehme von allem nur das Beste.

Muße, nicht Arbeit, ist das Ziel des Menschen.

Nach einem guten Essen könnte man jedem vergeben, selbst den eigenen Verwandten.

Nur Persönlichkeiten bewegen die Welt, niemals Prinzipien.

Schaffen begrenzt das Gesichtsfeld, Betrachten erweitert es.

Versuchungen sollte man nachgeben. Wer weiß, ob sie wiederkommen!

Wer seiner Zeit möglichst ferne steht, spiegelt diese am besten wider.

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