Johann Wolfgang von Goethe

Den Geschmack kann man nicht am Mittelgut bilden, sondern nur am Allervorzüglichsten.

Der Handelnde ist immer gewissenlos; es hat niemand Gewissen als der Betrachtende.

Der liebt nicht, der die Fehler des Geliebten nicht für Tugenden hält.

Die Hindus der Wüste geloben, keine Fische zu essen.

Die Sinne trügen nicht, das Urteil trügt.

Eigentlich weiß man nur, wenn man wenig weiß; mit dem Wissen wächst der Zweifel.

Ein schäbiges Kamel trägt immer noch die Lasten vieler Esel.

Eine neue Wahrheit ist nicht schädlicher als ein alter Irrtum.

Einen Regenbogen, der eine Viertelstunde steht, sieht man nicht mehr an.

Es hört doch jeder nur, was er versteht.

Gegen große Vorzüge eines andern gibt es kein Rettungsmittel als die Liebe.

Geheimnisse sind noch keine Wunder.

Getretener Quark wird breit – nicht stark.

Ich denke immer, wenn ich einen Druckfehler sehe, es sei etwas Neues erfunden.

Um zu begreifen, dass der Himmel überall blau ist, braucht man nicht um die Welt zu reisen.

Was man erfindet, tut man mit Liebe, was man gelernt hat, mit Sicherheit.

Was man nicht versteht, besitzt man nicht.

Wenn die Affen es dahin bringen könnten, Langeweile zu haben, so könnten sie Menschen werden.

Wenn man alle Grenzen studieren sollte, so hätte man gar keine Zeit, sie zu übertreten.

Wenn weise Männer nicht irrten, müssten die Narren verzweifeln.

Wer das erste Knopfloch verfehlt, kommt mit dem Zuknöpfen nicht zu Rande.

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