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Francois VI., Duc de la Rochefoucauld |
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Alle Leidenschaften lassen uns Fehler machen, aber die Liebe läßt uns die lächerlichsten begehen. |
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Auf der höchsten Stufe der Freundschaft offenbaren wir dem Freunde nicht unsere Fehler, sondern die seinen. |
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Der gute Geschmack kommt eher von der Urteilskraft als vom Geist. |
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Der Wunsch, klug zu erscheinen, verhindert oft, es zu werden. |
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Die Dauer einer Leidenschaft hängt ebenso wenig von uns ab, wie die Dauer unseres Lebens. |
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Essen ist ein Bedürfnis, genießen ist eine Kunst. |
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Gewöhnlich loben wir nur die aufrichtig, die uns bewundern. |
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Gewöhnlich lobt man, um gelobt zu werden. |
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Guter Geschmack ist eher vernünftig als geistreich. |
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Immer lieben wir die, welche uns bewundern, und nicht immer die, welche wir bewundern. |
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In der Eifersucht steckt mehr Liebe zu sich selbst als zum anderen. |
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Jedermann klagt über sein Gedächtnis, niemand über seinen Verstand. |
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Mit dem Alter nimmt man zu an Torheit und Weisheit. |
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Mit nichts ist man freigiebiger als mit Ratschlägen. |
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Oft tut man Gutes, um ungestraft Böses tun zu können. |
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Selbstvertrauen ist die Quelle des Vertrauens zu anderen. |
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Was wir Böses tun, zieht uns nicht so viel Verfolgung und Hass zu wie unsere Vorzüge. |
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Wenn man keinen zweiten nimmt, behält man lange den ersten Liebhaber. |
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Wenn man seine Ruhe nicht in sich findet, ist es zwecklos, sie anderswo zu suchen. |
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Wenn wir unseren Leidenschaften widerstehen, danken wir es mehr ihrer Schwäche als unserer Stärke. |
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Wer aber guten Geschmack hat, denkt auch scharf. |
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Wer ohne Narrheit lebt, ist nicht so weise, wie er glaubt. |
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Wer sich zu viel mit kleinen Dingen abgibt, wird gewöhnlich unfähig zu großen. |
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Wie viel Gutes man uns auch über uns sagen mag, man sagt uns nichts Neues. |